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Rheinkultur 2005 in Bonn
ein tag, 5 bühnen, 51 bands und 145.000 besucher – rheinkultur 2005. wer schonmal mit dabei war weiß, dass es dort so einiges auf die ohren gibt. der tag ist jedes jahr auf's neue vollgepackt mit bekannten sowie weniger bekannten bands der gitarrenecke, des hip hop und einiger anderer musikalischen abzweigungen. aus diesem grunde sollen hier auch nur die bands erwähnt sein, die mir in der fülle des lineups besonders ins gehör gefallen sind.
begleitet wurde die wiedermal gelungene kultur am rhein leider von ein paar regenschauern, die jedoch weder die musiker auf der bühne noch die festivalbesucher im schlammgematsche davon abhielt, sich kräftigst zu verausgaben und gemeinsam kultiviert zu rocken.
Story Bild mittags, blaue bühne:
das "john butler trio" von weit her - australien - hat es sich auf der bühne gemütlich gemacht. hier zu lande noch ziemlich unbekannt, sind sie in übersee doch aktuell in aller munde. und das zu recht. ihre erfolgsplatte "sunrise over sea" brachte den jungs schon einige awards ein und die singleauskopplung "zebra" belegte wochenlang platz no.1 der einheimischen singlecharts. unter der bonner musikliebhaberschaft jedoch noch kaum bekannt, schaffte es das trio problemlos eine grandiose athmosphäre zu zaubern und ohne zweifel von ihrer musik zu überzeugen. handgemacht, ein mix vielschichtiger stile, schwer zu beschreiben aber einmalig. john butler, shannon birchall und nicky bomba sind gemeinsam eine wirklich große nummer und vor allem live eine wucht!
nachmittags, ebenfalls blaue bühne:
ich spule kurz ein wenig die zeit zurück. winter 2004, einslive krone in oberhausen, sarah kuttner wird vor einem millionenpublikum gefragt auf welchem konzert sie zuletzt war. ihre antwort: "moneybrother!" grooooße fragezeichen zeichnen sich auf allerlei stirnen des musikbusiness ab. erwähnt man heute hingegen diesen namen im rahmen einer solchen veranstaltung, so würden daraufhin erfreute zurufe folgen und ein jeder wissend nicken. "moneybrother" haben sich innerhalb eines jahres in die köpfe, aber vor allem ins gefühl des guten musikgeschmackes gespielt. "to die alone" ist die zweite LP der schweden, und darauf zu hören ein mix aus soul, reggae, pop und rock. sieht man die jungs live, so wie u.a. an diesem verregneten nachmittag, sind ein paar tolle minuten die das wetter vergessen lassen sicher. "moneybrother" haben meine vorfreude auf ein weiteres konzert von ihnen mit bravour erfüllt. immer wieder gerne!
Story Bildabends, immer noch blaue bühne:
die "doves" treten ihren dienst an, und dies so gut, dass auch sie an dieser stelle erwähnt sein sollen. ruhige musik ist zwar auch etwas feines, aber bei konzerten bin ich da überhaupt kein fan von. nur beine innen bauch stehen, ohne große action…nööö. dies bieten die "doves" allerdings gar nicht und trotzdem haben sie mich erstaunlicher weise ziemlich überzeugt. leider kann ich auch nicht viel mehr dazu sagen als schön, schön, schön, denn aus nachfolgendem grund musste ich die bühne schon in der mitte des konzertes verlassen.
abends, nun auf der roten bühne:
ein ort an dem normalerweise die härtesten klänge der rheinkultur ertönen. schrille gitarrenriffs, schnelles geklöppel auf den toms und häufiges gebrüll ins mikro. doch nun wandelt sich das blatt, wobei das publikum interessanter weise das selbe bleibt. die herren aus los angeles namens "flogging molly" betreten die bühne, ausgestattet mit dudelsäcken und irish angehauchten kostümen. rein optisch schonmal sehr friedsam. aber dann ging's los, vom ersten bis zum letzten ton brach eine wahre explosion in der fanmenge aus. die Story Bildmischung aus punkrock mit irishen klängen brachte jeden zuhörer soetwas von in extase, dass nur noch ein herumspringendes kneuel, bestehend aus unendlich vielen menschen, zu sichten war. unglaublich… hüpfen, springen, pogen, diven, tanzen, gröhlen, schreien, feiern, freuen, schwitzen…keine disziplin wurde ausgelassen! soetwas habe ich noch nie in diesem maße erlebt. die unmengen an stagedivern schwappten im securitygraben ohne unterbrechung und in solch einer vielzahl über, dass es den starken herren selbst nicht mehr möglich war jeden aufzufangen. schnell wurde verstärkung angefordert und auch die doppelte anzahl an securitys hatte immer noch mächtig zu kämpfen, mit der nicht enden wollenden welle aus fans. außerdem kräftigst gepunktet haben "flogging molly" bei der anzahl der ertönenden krankenwagensirenen. ich will behaupten, dass sie von keiner anderen band mehr getoppt wurden. holla die waldfee, punkrock mit irish folk scheint ziemlicher rock'n'roll zu sein.
Story Bildheadlinerzeit, blaue bühne:
headliner der größten kultur-bühne diesen jahres: jan vedder, ein drittel der ärzte, farin urlaub. mit im gepäck sein "racing team", freude auf den abend, witz und humor. doch was man von diesem altbekannten, symathischen kerl nicht erwartet, er hat auch so seine allüren. nur die auserlesenste presse durfte bei seiner show in den pressegraben. für mich war somit also der feierabend eingeläutet und ein letztes komplettes konzert stand auf dem programm. ja doch, der herr urlaub hat sich schon einige mühe gegeben mir und den restlichen 144.999 besuchern einen geselligen abend zu bescheeren. ihm sei das nicht-fotografieren-dürfen verziehen, sie war toll, die gute-laune-rockshow!

Claudia Kanther
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Externe Links:

Rheinkultur Homepage:
www.rheinkultur-festival.de
John Butler Trio Website:
www.johnbutlertrio.com
Moneybrother Online:
www.moneybrother.net
Doves Website:
www.doves.net
Flogging Molly:
www.floggingmolly.com
Farin Urlaub Online:
www.farin-urlaub.de
Interne Links:
Festival-Report 2005

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