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Plastic Bomb #46
(Fanzine) |
Label: n/a |  |
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Das PB Fanzine ist eine echte Institution. Wer den Namen noch
nie gehört hat, der ist entweder erst 9 oder hat sein Leben nur "Superstars" gehört.
Neulich lag also Ausgabe 46 in meinem Briefkasten. Selten hab ich mir das
PB gekauft, irgendwie passen wir nicht ganz zusammen. Bands, die ich nicht
kenne und die mich nicht interessieren, massig rückwärtsgewandte
anarcho-selige Attitüde und Berichte über Themen, die mir schlicht
und einfach egal sind. Irgendwie hat das Fanzine nur selten die kritische
Masse erreicht, damit ich Geld dafür ausgebe. Obwohl die "Fachzeitschrift
für Eliten und Konsumenten" einiges zu bieten hat, wie ich jetzt
feststellen musste. Ein gerade noch als witzig zu bezeichnendes Layout, Interviews,
die nicht nur an der Oberfläche kratzen sondern auch mal nach mehr als
der neuen CD fragen und wenigstens eine feste Meinung. Die sollte man aber
ignorieren können, wenn gebetsmühlenartiges Verdammen der Welt
an sich und im speziellen nicht zur Lieblingslektüre gehört. Weiterhin
im Untergrund ist auch die beiliegende CD. Ausnahmen vom Rumpeldeutschpunk
sind Lichtblicke wie Bitume, Schrottgrenze und natürlich die Descendents.
Zurück zur positiven Überraschung. Wirklich lesenswert war das
Real McKenzies Interview, sowie die Story über die österreichische
Band "Schund" und ihre Entwicklung samt Niedergang. Sehr cooler Überblick über
die Zeit damals, die große Teile der Leserschaft (samt mir) nicht erlebt
haben. Das Schrottgrenze Tourtagebuch gefällt auch sehr gut. Jow, so
ist das. Immer mal wieder ein interessanter Ausflug in die deutscheste aller
Punkgefilde. Warum nicht: Reisen bildet schließlich.
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