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03.05.2004 Ten Foot
Pole |
Hamburg, Logo |
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mit: Four Square |
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Montag abend nach dem Tanz in den Mai Wochenende: Eigentlich
nicht der beste Zeitpunkt für ein zünftiges California Punkrock
Event mit den Altmeistern Ten Foot Pole. Erstens hatte die Partyjugend wohl
schon ordentlich den 1. Mai gerockt. Zweitens ist Melodycore anno 2004 nicht
mehr der Straßenfeger, der er mal war. Und drittens sind TFP nicht
mehr DAS Aushängeschild dieser Zunft. Das beweist meiner Meinung nach
auch das neue Album, das die Band mit an Bord hatte.
Trotzdem war das Hamburger Logo recht gut gefüllt, als die Vorband
Four Square aus Toronto auf die niedrige Bühne kletterte. Als Ersatz
für die abgesagten The Almighty Trigger Happy eingesprungen, boten
die schon etwas älteren Herren eine solide Musikmischung zwischen wenig
Punk, mehr Emo und allerhand Rock. Geschwindigkeitstechnisch ging es eigentlich
nie über Midtempo hinaus, was der Veranstaltung doch einen sehr relaxten
Eindruck verschaffte. Eigentlich gefielen sie mir ganz gut, aber ich und
das Publikum waren mehr auf flottere Tanzmusik „gepoled“. Trotzdem,
in die aktuelle CD werd ich auf jeden Fall mal reinhören, da ging doch
einiges. Nur bei den Zuschauern nicht, die wippten mit Bier in der Hand
ein wenig mit dem Kopf.
Bei Ten Foot Pole änderte sich das. Dennis und Band legten gleich gut
los, ich glaube mit einem Song vom aktuellen Album, das mir (siehe oben)
nicht so viel sagt. Mehr Hardcoreeinschlag, etwas weniger verspielt.
Ganz klar, die Band hätte gerne den Schwerpunkt auf „Subliminable
Message“ gelegt, aber man beherrschte sich und mischte munter „Unleashed“.„Insider“ und „Bad
Mother Trucker“ Material. Abgefeiert wurden, auch von mir, am stärksten
die „Unleashed“ Tracks wie z.B. „John“ oder „A.D.D.“,
die live einfach eine wahnsinnig starke Präsenz haben. Erstaunlich
schwach besetzt war die Setlist mit Werken von „Bad Mother Trucker“.
Eine kurze Bemerkung der Band ließ den Eindruck aufkommen, dass man
nicht gerade in Liebe an das kurze Stelldichein bei Victory Records zurückdenkt.
Und damit vielleicht auch nicht an die CD?! Wie auch immer, „Plastic“ und „Nova
Scotia“ waren eine sichere Bank und machten extrem viel Spaß.
Das sah das Publikum ganz genauso, es wurde munter gepogt und ein paar Fäuste
geschüttelt.
Eher lächerlich war dann der Auftritt der Herren in Grün so gegen
halb 12, nachdem die Band gerade in den letzten Wehen des Hauptsets lag.
Eine Streifenwagenbesatzung konnte sich schließlich mit der Forderung
durchsetzen, den Gig zu beenden. Anscheinend hatte sich jemand wegen Lautstärke
beschwert. So bekam der Auftritt von TFP ein halbwegs würdiges Ende
mit „The Getaway“ verpasst. Ohne die Coppers wäre aber
bestimmt auch eine Zugabe drin gewesen.
Aber beklagen wir uns nicht: Ten Foot Pole können und wollen noch immer
punken und beim Publikum punkten. Und ich glaube, dass sie auch auf einer
größeren (Festival)Bühne sehr gut ankommen würden.
Schade, dass ihnen zur Zeit etwas Background hier in Deutschland fehlt,
um an solche Slots zu kommen. Live kriegt man nämlich wirklich Spaß mit
den Sympathlingen.
Warten wir also auf bessere Zeiten für CaliPunkrock und vielleicht
auch lieber auf das nächste Album von Ten Foot Pole.
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