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27.05.2003 Strung Out Köln, Live Music Hall
mit: eigentlich Thrice (abgesagt?)
Live Bild Das war ja mal ein Erlebnis vom anderen Stern. Ich hatte mir ja schon ausgemalt, dass die Besucherzahlen eher dürftig sein würden, da im Underground um die Ecke die göttlichen Slackers spielen sollten. Trotzdem hatte ich mich für Strung Out entschieden, da die neue Live CD in ein paar Tagen rauskommt und ich mich überzeugen wollte, dass die Band das hohe Level der Aufnahme durchgehend halten können.
Als ich dann um 21 Uhr zur LMH getrottet bin, war ich doch schwer geschockt, als draussen keine Sau mehr stand und die Security mich gelangweilt durchwinkte mit der Bemerkung "Die spielen nicht mehr lange!" Wie bitte? Aha, die Vorband Thrice hatte ihre Tour gecanceled und so waren Strung Out schon um 20:30 Uhr auf die Bühne gestartet. Naja, länger warten hätte eh keinen Sinn mehr gehabt, denn mehr als die ungefähr 120 Zuschauer, die bis dahin angekommen waren, sollten es auch nicht mehr werden. Shit. Das erinnert mich stark an das Konzert von Pulley vor zwei Monaten in Bochum, wo ebenfalls so wenig Männekens anwesend waren. Wenigstens war da der Club auch kleiner und hatte nicht den Flugzeughangarcharakter wie die Location in Köln. Was für eine Schande. Anfangs dachte ich, dass Strung Out arg angepisst waren, aber der Eindruck verflüchtigte sich mit der Zeit. Sänger Jason ließ zwar mehrmals verlauten, dass man die Show als Probe sehen würde, aber das kam überhaupt nicht so rüber. Naja, vielleicht proben die tatsächlich so tight und auf den Punkt, wie da auf der Bühne losgerockt wurde. Die Bühnenshow war natürlich nicht so der Wirbelwind, aber wer will das den Jungs verdenken, wenn das Publikum sich in so einer großen Halle wie der LMH verliert. Dafür wurde mir dann aber die eingangs gestellte Frage beantwortet, ob die Band das Niveau des CD halten kann. Antwort: Selbst bei so einem schwer verdaulichen Gig wie diesem wurde perfekte Qualität abgeliefert. Großer Respekt.
Von den Füßen hauen konnte mich der Abend aber nun wirklich nicht. Vor knapp zwei Jahren in Venlo/NL war die Mukke ähnlich gut, aber der Club komplett ausverkauft. Die Atmosphäre zählt schließlich auch. Ansonsten könnte man ja die am 02.06. erscheinende "Live In A Dive" reintun und sich an den Live-Fähigkeiten der Band erfreuen. Naja, beim nächsten Mal also lieber ein kleinerer Club oder bessere Vorbereitung. Anscheined hatten Strung Out ja noch ein paar OffDays zu füllen, bis die Deconstruction Tour anfangen sollte. Daher dieses Malheur.

meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:
Strung Out Online:
www.strung-out.com
Interne Links:

CD Review:
Strung Out: "Exile In Oblivion"
CD Review:
Strung Out: "Live In A Dive"
Live Review:
Strung Out: Hamburg, Logo 08.09.2004