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27.03.2003 Such A Surge Köln, Prime Club
mit: Union Youth
Live Bild Der Gig war mal ganz spontan aus der Kantine in den Prime Club verlegt worden, was aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein soll. Es blieb auf jeden Fall familiär, der Club bot die nötige Geselligkeit, um einen tanzbaren Abend zu garantieren, genauso wie unser Headliner Such A Surge.
Als Anheizer traten "Union Youth" an, eine mir bis dato unbekannte Formation. Erst ab dem letzten Drittel ihres 45 Minuten Gigs wurde ich etwas wärmer mit ihnen, der Sound lag irgendwo zwischen Neo-Nirvana und Rock'n Roll Attacke. Nicht so mein Fall, aber der Auftritt war kompakt und souverän. Die Anwesenden waren auch eher geteilter Meinung, irgendwie war man mehr auf Rumspringen geeicht.
Und das begann dann auch mit dem Opener "Nie Genug" vom neuen "Rotlicht"-Album der Braunschweiger Jungs. Ich hätte vielleicht etwas anderes ausgewählt, aber das Motto stimmte auf jeden Fall. Denn von den folgenden Songs konnte die Crowd tatsächlich nicht genug bekommen, es wurden Klassiker ausgegraben, die entsprechend freudig begrüßt und abgefeiert wurden und neue Lieder gespielt. Dabei waren "Fremdkörper", "Alles Muss Raus", aber auch das entspanntere "Hypochonder" eine echte Bank was die Liveumsetzung anging. Also eine gute Mischung aus alt/neu.
Zur Verstärkung hatten sich SAS eine Percussionist mitgebracht, dessen Einsatz mir aber manchmal etwas deplaziert vorkam. Vielleicht hat man die alten Stücke auch einfach schon zu oft ohne Percussions live gehört?
Ansonsten fiel auf, dass Olli am Mikro einfach die stärkeren Impulse als Michel ins Publikum trägt: Ständigs Anfeuern und Rumrudern mit den Armen gehört schon seit eh und je zu seinen Lieblingsbeschäftigungen während und zwischen den Songs. Und keiner im Musikbusiness schreit und brüllt gewaltiger und langanhaltender ins Mikro als Mr. Olli. Respekt, da wär mancher anderer nach den ersten zwei oder drei Gigs auf Tour heiser. Aber hier kam die volle Dröhnung.
Zum Ende hin wurden die Zuschauer anscheinend doch etwas müder, nur der unvermeidbare Evergreen "Gegen den Strom" konnte noch einmal alle Extremitäten in Bewegung versetzen.
Auch wenn SAS nicht mehr die Locations wie die Live Music Hall annähernd füllen können, hat die Livequalität der Band nicht im Geringsten gelitten. Irgendwie hatte der Prime Club genau die richtige Atmosphäre, um das etwas unangepasstere Album "Rotlicht" den Fans vorzustellen. Und was die Stimmung angeht, waren an diesem Abend wirklich nur Fans gekommen.

meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:
Such A Surge Online:
www.suchasurge.de
Surge Music Website:
www.surge.de
SAS FanClub:
www.surgeclub.de
Interne Links:
Interview:
Such A Surge: 19.03.2003
CD Review:
Such A Surge: "Rotlicht"