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26.01.2006 Such A Surge |
Köln, Underground |  |
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mit: Shakaponk |
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So ist das wohl gemeint, wenn der sterbende Filmheld sagt,
dass die Freunde und Familie nach der Beerdigung ordentlich feiern sollen.
Oder wie versteht man eine Abschiedstour sonst? Die Band ist bereits aufgelöst,
aber noch einmal rafft man sich auf, um sich würdig zu veabschieden.
Mit einem lachenden und keinem weinenden Auge. Zumindest für die Zeit
des Auftritts.
Such A Surge - deutsche Crossoverlegende und jeglicher Art
von falscher Sentimentalität unverdächtig - haben zum Ende der
Karriere noch einmal die Sachen gepackt und sich quer durch Deutschland
den Respekt abgeholt, den sie verdienen. Dass die Venues der Tour so ungefähr
die Größe hatten wie zu Beginn ihrer Karriere, ist sicherlich
ein Zeichen, dass es Zeit wurde für was Neues.
Zum Auftaktkonzert im ausverkauften Underground zeigte sich
die Band - wie eigentlich immer - von ihrer kraftvollen Seite. Klar, da
stehen auch neue Leute auf der Bühne, die Urbesetzung ist dezimiert,
aber das ändert nichts an der Energie, mit der agiert wird. Im wahrsten
Sinne als gäbe es kein Morgen mehr wurde die Zeitmaschine angeschmissen
und durch sämtliche SAS-Epochen gerast. Passend dazu waren im Hintergrund
große Leuchttafeln mit den Albencovern angebracht, die zum jeweiligen
Song aufleuchteten. Kein Hit fehlte, auch die beiden neueren Platten wurden
gewürdigt und rundeten ganz wunderbar das Lebenswerk von Olli und Co.
ab. Melancholie kam so gut wie keine auf, dazu war auch keine Zeit. Der
komplette Club war in Bewegung und zeigte durch maximalen Einsatz seine
Dankbarkeit. So ging standesgemäß mit "Gegen den Strom" die Ära
SAS für Köln zu Ende.
Wie
gesagt: Für Trauer war kein Platz,
so quicklebendig rockten Surge, Leichen sehen anders aus.
Kaum zu glauben, dass so eine gut geölte Maschine einfach den Geist
aufgibt. Aber wie wusste
schon Stephen King: Manchmal kommen sie wieder.
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