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17.08.2005 MXPX Köln, Underground
mit: n/a
Live Bild Kirchentag in Köln - und zu Gast sind ausgerechnet die christlichsten Punkrocker der Welt! Gemach, gemach: Spätestens mit dem neuen Album "Panic", aber eigentlich auch schon vorher, sind die Diskussionen um MXPX Nähe zu Jesus und die Reflexion derselben in ihren eingängigen Rocksongs Schnee von gestern. Im Vordergrund steht nur noch die musikalische Ausrichtung der Band, die mit Side One Dummy ein neues Label im Rücken und klaren Kurs auf Wiederbelebung der alten Stärke gesetzt hat.
Rund ums Underground liefen berucksackte Kirchentagsbesucher durch Ehrenfeld, drinnen war es dagegen unchristlich voll und auch Bier floß in Strömen - die Jungpilger waren dagegen völlig nüchtern. 800.000 Jugendliche und kein Bier? Mir völlig unverständlich, aber das nur am Rande.
Das Publikum war im Schnitt eher jung, es scheint mir, als würden MXPX-Fans kontinuierlich "nachwachsen" und die älteren Damen und Herren im Club verdrängen. Gut für die Band, so ist ein steter Nachschub an Zuschauern gewährleistet. Als Opener ging direkt "The Darkest Places" auf die amüsierwilligen Kids los, die begeistert mitfeierten. "Heard That Sound" folgte ebenfalls im vorderen Drittel und man muss sagen, dass die neuen Lieder große Resonanz fanden. Na klar, Evergreens wie "Doing Time" wurden stürmisch bejubelt, aber der Jubelpegel blieb bei neuen und alten Sachen stetig hoch. Ein Beweis dafür, dass "Panic" eingeschlagen hat und nicht nur der Musikkritik gefällt.
Für mich war aber ein anderer Punkt wirklich erhellend: "Slowly Going The Way Of The Buffalo" ist eine bestechend geile Platte. "I'm Okay, You're Okay", "Party, My House, Be There" oder "Under Lock And Key" krachen erbarmungslos ins Ohr und halten den hohen MXPX Partystandard mühelos. Bisher war dieses Album immer an mir vorbeigegangen. Tja, so ein Liveauftritt kann echt bildend sein.
Bis zum großen Pannenfinale spielte das Trio u.a. "KKK Took My Baby Away" von den Ramones und die Halbvolksweise "I Would Walk 500 Miles", was ich auch schon als Cover von den Toy Dolls kenne und immer noch nicht lustig finde. Egal, als Crowd-Pleaser kam dann noch "Chick Magnet" zum Einsatz, bevor sich der Bass von Mike weigerte, weiter seinen Dienst zu tun. Während im Hintergrund die Fachleute an seinem besten Stück herumhampelten, bemühte sich der Frontmann, das Publikum zu unterhalten. Zunächst wurde nach der Herkunft der Kids gefragt, was eher schleppend lief, dann entschied sich die Band einfach ohne Bass Gas zu geben. Was letztlich eine schlaue Entscheidung war, den bis zum Ende des Gigs wollte der Bass keine Töne mehr hergeben. So ging der Abend etwas rumpelig mit dem Klassiker "Punk Rock Show" zuende. Schade, ich hätte MXPX noch länger lauschen können. Denn auch wenn sie jetzt schon mehr als 10 Jahre mit dabei und merklich älter geworden sind: Ihre Show und Songs schlagen immer noch auf den Punkt genau ein.

meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:
MXPX Online:
www.mxpx.com
Interne Links:
CD Review:
MXPX: "Panic"