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06.09.2003 Liquido |
Köln, Underground |
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mit: Lunik |
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Tja, wie kann ich den gestrigen Abend im Kölner Underground wohl am
besten beschreiben? Er war süß wie ein Überraschungsei,
mit jeder Menge Spiel, Spaß und vor allem Spannung.
Gespielt - haben Lunik und Liquido.
Den Spaß - hatte das Publikum, ebenso wie die zwei Bands. Und Spannung?
Ich weiß nicht wie es den anderen Konzertpilgern ging,
aber ich war zumindest sehr gespannt darauf, was Liquido
nach der langen Pause im Gepäck mit sich führen.
Zur Vorspeise gab es also 45 Minuten Lunik und folgende Begrüßung
durch Sängerin und Frontfrau Jael: »Ich habe mir von einem Ortseinsässigen
sagen lassen, dass die Kölner gar nicht auf solche Musik stehen, wie
wir sie machen. «
Doch
schon bei Song Nummero 1, erste Zweifel meinerseits. Die
Band hat wunderbare Live-Qualitäten (kein Vergleich zu der fast
schon zu klaren Akkustik auf CD) und Sängerin Jael eine phantastische
Stimme. Das kann einen Kölner einfach nicht unberührt lassen.
Und ich denke da spreche ich auch für die restlichen Konzertbesucher,
denn von Song zu Song verringerte sich der anfangs noch skeptische
Abstand zwischen Publikum und Band ein wenig, die Menge bewegte
sich mehr und mehr
im Takt und auch der Applaus steigerte sich enorm und endete
bei den letzten Tönen mit begeisterten Zugaberufen.
Diese gab es dann allerdings nicht mehr, denn schließlich gehörte
der Abend Liquido. Nach einer kurzen Umbaupause stürmte die Hauptspeise
für 90 Minuten die Bühne. Im Gepäck eine interessante Mischung
aus alten Songs wie »Narcotic« in Klavierversion als Ein-Mann-Performance
und »Doppeldecker«. Doch hauptsächlich wurden die neuen
Songs des Albums »Float« zum Besten gegeben. Im Vergleich zu
liquiden Tönen ihrer Erfolgszeiten, sind die neuen Klänge deutlich
reifer geworden. Häufig schlagen sie härtere Saiten an und diese
teilweise gemixt mit Elektro-Einlagen.
Zu überzeugen schien dies vor allem die jüngeren Fans, die ausgelassen
vor der Bühne abfeierten. Im hinteren Teil des nicht sehr üppig
gefüllten Undergrounds, die etwas »älteren« Musikfreunde,
welche gefällig im Takt wippten.
Zu
guter Letzt blieben bei Liquido die Zugaberufe nicht unerhört. Eine
kleine Nachspeise tischten die 4 Jungs noch für ihre treuen Fans auf.
Doch als auch die vernascht war, gingen die erneuten Zugabeforderungen
in der immer lauter werdenden Raumbeschallung unter. Resumé: Überraschender
Abend!
Und hört euch das Zeug an. Beides möglich auf den jeweiligen Bandseiten
im Netz.
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