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13.04.2004 Lawrence Arms Hamburg, Molotov
mit: The Separates
Live Bild Dienstag abend, die Lawrence Arms sind in der Stadt, der 680. Auftritt der Band, wenn ich mich an die Ansage richtig erinnere. Viel Erfahrung für das kleine Molotov, das sich langsam füllt. Von der seitlichen Bar aus kann man dem den Auftretenden bequem bei der Arbeit zugucken. Der ideale Standort für die Vorband, die munter vor sich hinpunked. Aufgefallen ist eigentlich nur die Gitarren-Soloarbeit des Frontmanns, und dass nichtmal positiv. Manchmal ist zuviel auch nicht gut. Yeah, man ernte höflichen Applaus, das Zukunft raste nicht gerade vor Begeisterung oder versprühte absolute Hingabe.
Leider zog sich die etwas distanzierte Haltung anfangs auch durch das LA Set, aus Köln kenn ich das anders, da machen 100 Leute irgendwie mehr Krach. Die LA hats nicht gekratzt, man erinnerte sich an den letzten Auftritt im Molotov wo angeblich nur sechs Leute da waren. Von daher war man anscheinend zufrieden und bot dann auch eine 100% Show. Los gings mit "Apathy and Exhaustion" Stoff, der aber recht bald mit Material vom neuen Album angereichert wurde. Meiner Meinung ist "The Greatest Story Ever Told" stärker als der Erstling, deswegen war das geradezu paritätische Mischen von alten und neuen Songs etwas schade, denn die CD lebt von ihrem Gesamtgefüge. Na machte aber nichts, die Band gab alles, Brendan knallte dem mittlerweile wärmer werdenen Publikum die Punkkracher um die Ohren, Chris zauberte mit seinen melancholischeren Momenten sehr zufriedene Mienen in die Gesichter. Neil war hinter den Drums in seinem Element und gedanklich, glaube ich, komplett mit dem Drumkit verschmolzen. Überhaupt war es erstaunlich, wie authistisch die Band agierte. Ein Dreieck auf der Bühne, jeder in seiner Ecke, Chris oft mit der Gitarre vorm Verstärker und in einer ganz anderen Welt. Und trotzdem spielten die Lawrence Arms perfekt zusammen, kein Wunder bei 679 Gigs zuvor. Da verstehen sich wohl welche via Telepathie. Irre. Um 12 Uhr hatte dann Tourmanager Frieder Geburtstag und konnte ein leckeres Geschenk aus einem St. Pauli Sexshop in Empfang nehmen. Danach war dann auch schon Schicht, aber die ca. 80 Minuten Livepower waren wirklich intensiv. Der gute Eindruck des Albums wurde mehr als bestätigt.

meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:

The Lawrence Arms Online:
www.thelawrencearms.net

Interne Links:
CD Review:
Lawrence Arms: "The Greatest Story Ever Told"
CD Review:
Lawrence Arms: "Oh Calcutta!"
Interview:
Lawrence Arms: 30.10.2003
Interview:
Lawrence Arms: 06.05.2003
Live Review:
Fat Package Tour: Köln, Live Music Hall 06.05.2003