Punch Fanzine Werbung
NewsTourtermineImpressum
CD Rewiews
Interviews
Stories
Live Reviews
07.05.2005 Jack Johnson Berlin, Columbiahalle
mit: n/a
Live Bild Gibt es für Hawaiianer eigentlich schlechtes Wetter? Oder sind Graupelschauer gar angenehm exotisch, wenn zuhause jeden Tag die Sonne lacht? Während draußen jedenfalls ein wenig charmantes Hundewetter herrschte, versetzte Jack Johnson, mit seinem Spezi Donavon Frankenreiter im Vorprogramm, das Publikum schon im ersten Takt in eine kuschelwarme Stimmung. So kuschelig wie der Sommerregen auf dem Cover von Brushfire Fairytales, Jack’s erstem von drei Alben, die allesamt ausgeprägten hawaiianischen Surfer-Lifestyle und feinstes Songwriting enthalten. Die Menge begrüßte jeden Refrain, jedes Geschehen auf der Bühne mit frenetischem Applaus und glücklichem Mitsingen. Sicherlich, Jack Johnson, der Surfer-Pro und notorische Flip-Flop Träger ist weder ein Mann der großen Gesten noch von überschäumendem Charisma. Dafür ist er mit einer Stimme gesegnet, die es schafft, einem mit virtuosen Fingern sämtliche Gehirnwindungen durchzumassieren. Für diese Gabe ist er quer über den Globus und seit kurzer Zeit auch hierzulande bekannt wie geliebt. So sehr, dass wegen der hohen Nachfrage das Konzert bereits in eine größere Halle verlegt wurde, die dennoch restlos ausverkauft war. Ungewöhnlich eigentlich für eine eher leise, unprätentiöse Musik. Die intelligenten Texte, intoniert von seiner einnehmenden Stimme jedoch, könnten auch mit Leichtigkeit ein ganzes Stadion füllen. Etwa 3.000 Kehlen zwangen Jack am Ende lautstark für eine Zugabe zurück auf die Bühne. Wieder kam er dann ohne Band, spielte seine Gitarre und sang ein paar letzte Songs, bevor die Leute mit vorgewärmtem Herz wieder in den kalten Regen gelassen wurden.

davy@punch-fanzine.de
zurück zur Live Review Übersichtsseite
Externe Links:
Jack Johnson Online:
www.jackjohnsonmusic.com