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01.10.2004 Green Day Bochum, Zeche
mit: The Donnas
Live Bild Gibt es so etwas wie den perfekten Moment? Tage, an denen alles glatt geht, ein Rädchen ins andere greift und am Ende fragt man sich, wieso man so viel Glück hatte! Ja, solche Ereignisse passieren von Zeit zu Zeit.
Green Day, frisch auferstanden aus der relativen Versenkung (zumindest aus der medialen Verbannung) hauen mit einem göttlichen neuen Album auf den Putz und stellen eben dieses einmal rund um den Globus vor. Ein Abstecher führt die Band nach Deutschland, für einen TV-Gig für Viva's Hell's Kitchen. Das sagte zumindest die E-Mail von GreenDay.de, die mich kurz vor dem feierabendlichen Verlassen meines Schreibtischs erreichte. Also schnell mit zittrigen Fingern 3 Tix bestellt und gelacht. Denn: Als Austragungsort dieses großen Ereignisses sollte die klitzekleine Zeche in Bochum herhalten. Wahnsinn. Und so ein Zufall: Am 1.10 würde ich wieder zurück ins Rheinland gehen. Studium/Ausbildung bestanden, Hamburg ade, auf nach Düsseldorf, was für eine Begrüßung!
Dann werd ich sogar noch kostenlos mit nach Dortmund genommen, das Bier fließt schon mittags. Ohne jetzt doof zu sein oder das mein Leben vollkommen unspektakulär rüberkommt: Dieser Tag war schon vorher als der Beste des Jahres 2004 gebucht. So ein Glück, das wurde er auch.
Laut Liveberichten aus den USA sollten Green Day ja die komplette "American Idiot"-Platte runterspielen, was dann aber nur zur Hälfte geschah. Die 600-700 Gäste waren quasi handverlesen, dementsprechend war die Stimmung großartigst. Die Donnas hab ich leider verpasst, aber als Anheizer waren sie sowieso unnötig, da musste wirklich niemand mehr eingestimmt werden. Was mit dem Erscheinen von Billie Joe und Co. auf der Bühne losbrach, kann man sich vorstellen, wenn man sich Bilder aus Katastrophenregionen vor Augen ruft. So wie die Menschen dort nach Hilfsgütern grapschen, so gierte das Bochumer Publikum nach den lang ersehnten Klängen einer der besten PopPowerPunk-Bands unserer Zeit. Meine ausgelassene Stimmung lässt sich daran absehen, dass ich seit zig Jahren mal wieder schwerste Blutergüsse am ganzen Körper hatte. Das Set lud einfach zum Pogen und Hinfallen ein. (siehe auch nebenstehendes Bild von meinem Begleiter Mark. H. aus D.)

Live BildLos gings mit den ersten Tracks des neuen Albums. "American Idiot", der Opera-Track "Jesus Of Suburbia" und mein persönlicher Favorit vom neuen Album, "Holiday". Nach der Hälfte wurde aus der Albumvorstellung aber eher eine BestOf-Feier, die wenige Wünsche offen ließ. "She" wurde gespielt, das beliebte Operation Ivy Cover "Knowledge", "King For A Day", mehr fällt mir spontan nicht ein, ich war etwas angesoffen. Hängen blieb auf jeden Fall der Akkustik--Einstieg für "When I Come Around". Treffender ließ sich die Atmosphäre nicht einfangen, als Billie Joe nur mit Gitarre (unverstärkt) am Bühnenrand saß und die Akkorde von eben diesem Lied anstimmte und die gesamte Zeche den Chor übernahm. Großartig! Da ist er dann wieder, der perfekte Moment. Es hätte ewig so weitergehen können, die Band spielte mehr als engagiert, man merkte, dass da jemand darauf brannte, wieder Gas zu geben. Eigentlich hätte ich gerne noch ein paar mehr von den neuen Songs gehört, aber ich würd mir eher den Tipp-Finger abschneiden, als hier zu klagen.
Man darf gespannt sein, wie die anstehende Tour im nächsten Jahr aussieht, es werden wohl durchgehend große Hallen gebucht werden. So intim (und diesen Begriff hasse ich eigentlich, aber hier passt er) wird man Green Day vorerst nicht mehr zu sehen bekommen. Auch das hat den ganzen 1.10. zu einem perfekten Tage gemacht.

meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:
Official Website:
www.greenday.com
Green Day's Label:
www.repriserecords.com
Billie Joe's Label:
www.adelinerecords.com
Official Fanclub:
www.greenday.com/ idiotclub
Interne Links:
CD Review:
Green Day: "American Idiot"
CD Review:
Green Day: "Sheanigans"