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06.05.2003 Band |
Köln, Live
Music Hall |
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mit: Mad Caddies, Rise
Against, Lawrence Arms, Flipsides |
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Die 2003er Version des Fat Packages hatte ein interessantes
LineUp zu bieten. Vier ziemlich verschiedene Musikstile zwischen Hardcore,
Pop, Punk und Caddiesstyle waren vertreten und so war gesichert, dass eigentlich
jeder Geschmack was geboten bekommt. Dementsprechend bunt zusammengewürftelt
war auch das Publikum, es überwog aber der Punkshirtkid-Anteil. Und
wen die sehen wollten, dass war natürlich der Headliner "Mad Caddies".
Während man sich allerdings unterhalten hat, kam früher oder später
heraus, dass Rise Against einiges an Erwartungen mir ihrer neuen CD "Revolutions
Per Minute" erzeugt hatten.
Doch eröffnen durften die Flipsides. Die Band siedelt irgendwo zwischen
Poprock und Punk, und wenn Sängerin Sabrina als Einfluss besonders
Green Day hervorhebt, dann ist das schon eine gute Richtschnur. Ich war
nicht wenig gespannt auf die Band, obwohl ich noch so gut wie nichts von
den drei Jungs/Mädels gehört hatte. Ich steh nunmal auf weiblichen
Gesang. Und der kam auch ganz gut rüber, zumindest bei mir. Die ganz
gut gefüllte Live Music Hall blieb zu Beginn etwas reserviert und Sabrina
musste sich anscheinend erstmal ein paar Machosprüche reinziehen. Ihr
souveräner Kommentar: "Whatever you say, it turns me on!" Und
dann gings auch schon weiter mit dem nächsten Song. Hat mir ziemlich
gut gefallen, und der Applaus zum Schluss des Sets lässt ähnliche
Gefühle auch beim Rest des Publikums vermuten. Die perfekte Aufheizung.
Die Lawrence Arms waren mir bisher auch nur dem Namen nach
ein Begriff. Die drei Herren gingen dann auch gleich eine Nummer härter
zur Sache, was der Menge gut gefiel. Die ersten Stagediver machten die Bühne
unsicher. Besonders angenehm: Die fast unsichtbare Security vor und auf
der Bühne. Ich konnte zumindest keine der sonst schonmal auftretenden
unschönen Auseinandersetzungen mit dem Publikum beobachten. Die Lawrence
Arms rockten also richtig gut los, aber der Spaß war dann recht bald
vorbei, kurze Pause, Bier holen, pinkeln, dann der heimliche Headliner der
Fat Package Tour.
Rise Against's Sänger Tim wirbelte wie von ner Tarantel gestochen über
die Bühne und ließ wirklich wenig Ähnlichkeit mit dem netten
Jungen von nebenan erkennen, der er kurz zuvor beim Interview
gewesen war. In guter Mischung wurden Songs vom alten
Album "The Unraveling" und
der neuen Platte in die Crowd gefeuert, wobei die neuere
Stücke bereits
ordentlich abgefeiert wurden. "Halfway There", "Black Masks And
Gasoline" und "Like The Angel" waren eine sichere Bank. Der
gute Eindruck von der CD wurde mir live voll bestätigt. Da war sehr
viel Power auf der Bühne am Werke. Davon hätte ich gerne noch
mehr gesehen, allerdings war das Set auch so sehr rund. Warten
wir halt auf eine hoffentlich bald stattfindende Clubtour.
Tja, und dann kamen die Mad Caddies und brachten im Handumdrehen
die Live Music Hall in ihre Gewalt. Moshpit voll, Bühne voll, alles
springt herum, gute Party. Mir hätte allerdings ein Übergewicht
der neuen CD "Just One More" besser gefallen, da ich mit den
Songs wesentlich besser klar komme als mit den alten Sachen.
Besonders die zurückgelehnteren Stücke finde ich perfekt, aber
auf zurückgelehnt
war das Publikum nicht unbedingt eingestellt. Macht nix,
einer Punkband mit Bläserfraktion bei der Arbeit zuzugucken macht immer
Spaß,
und spielen können
die Caddies ja auf jeden Fall. Trotzdem hab ich mich dann
zu vorgerückter
Stunde etwas früher aus dem Staub gemacht. Man soll ja bekanntlich
immer gehen, wenns am schönsten ist.
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