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25.08.2004 Fabulous Disaster Hamburg, Hafenklang
Mit: vergessen
Live Bild Ich fühle mich plötzlich wieder wie ein verknallter Teenager. Du triffst zufällig ein Mädchen, dass eigentlich schon aus deinem Kopf verschwunden ist. BANG!!! Das Sprachzentrum setzt aus, die Knie melden Totalausfall und das Herz muss auf Notstrom umschalten. So ungefähr ging es mir beim Konzert von FabDi im Hamburger Hafenklang.
Eigentlich war alles ganz easy. Letztes Jahr ein Interview mit der Band in Köln geführt, in Düsseldorf ein bisschen gequatscht und dann noch mal ein E-Mail-Interview Mitte 2003 gehabt. Warum also nicht rüber gehen und HALLO sagen? Ahhh, erstmal ein Bierchen trinken. Das Hafenklang hat architektonisch bestimmt viel zu bieten, also erstmal umgucken. Ich muss sagen: eines der siffigsten Löcher der Musikgeschichte. Drumherum hypermoderne Bürogebäude und der Blick auf den Hamburger Hafen – der Kontrast amüsiert dann schon.
Schnell noch ein Bier geholt und rekapituliert, was so faszinierend ist am heutigen Abend. Es erwarten uns einige Premieren: Lynda Mandolyn singt jetzt als Frontfrau. Eine neue EP wird vorgestellt. Es gibt eine neue Besetzung an Bass und Gitarre. Hui, spannend... ein Grund mehr, mal nachzufragen, wie die Band die letzten Monate erlebt hat. Ach, erstmal Vorgruppe angucken. Die Hamburger Lokalband gibt Gas, hab leider den Namen verdrängt. Hat aber gut gefallen. Sound ist auch in Ordnung, alles paletti. Die zweite Band erfüllte meine Ansprüche nicht so ganz. Fand ich langweilig. Macht nix, denn Lynda und Co. guckten sich das Spektakel ebenfalls an, so dass ich immer mal einen Blick auf sie werfen konnte. Wie die alten Songs sich wohl ohne Laura anhören? Können Squeaky und April dieselbe Power bringen wie ihre Vorgängerinnen? Squeaky ist aber klein. Na egal, schnell noch ein Bier, kurz ins Hafenbecken gepinkelt und dann ging es los.
Am liebsten hätte ich mich wie die kleinen Mädels bei Take That oder Jeanette in die erste Reihe gestellt und geweint. So schön war das. Hab mich dann aber zusammengerissen und aus einer hinteren Ecke Fabulous Disaster angehimmelt. Lynda rockte, als wär sie schon immer die bessere Frontfrau gewesen. Stimmlich passte das alles bestens, die alten Songs kamen genauso gut an wie mit Laura am Mic. April Fresh moshte mit wallenden Haaren über die Bühne, ihr Gesicht war eigentlich nie zu sehen. Schade. Unterm Strich kamen mir FabDi etwas ungeschliffener vor als mit der alten Besetzung. Vielleicht lags auch an den neuen Songs der „I’m A Mess EP“, die ja in eine etwas derbere Kerbe hauen.
Alle großen „Hits“ wie GIA, Short Fuse, My Static oder Down The Drain wurden abgefeiert, das mittlerweile gut gefüllte Hafenklang hatte sichtbar Spaß. Wilder Pogo ließ trotzdem auf sich warten. Die meisten Anwesenden beließen es wie ich mit stiller Bewunderung.
Wie das früher auch schon war: Irgendwann verlässt das schönste Mädchen des Abends die Party und man ärgert sich, dass da nicht mehr gelaufen ist. Ich hätte zum Beispiel noch stundelang dem saucoolen Punkrock der vier San Francisco Girls lauschen können. Aber gut, irgendwann wandert man mit beduseltem Kopf und debilem Lächeln im Gesicht nach Hause und denkt sich: Aber nächstes Mal spreche ich sie an!


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Externe Links:
FabDi Online:
www.fabulous-disaster.com
Pink&Black Website:
www.fatwreck.com/pnb
Fat Wreck Europe:
www.fatwreck.de
Interne Links:
Interview:
Fabulous Disaster: 13.05.2003
Interview:
Fabulous Disaster: 19.08.2003
CD Review:
Fabulous Disaster: "Panty Raid"
CD Review:
Fabulous Disaster: "I'm A Mess" EP
Live Review:
Fabulous Disaster: Köln, Underground 13.05.2003
Live Review:
Fabulous Disaster: Düsseldorf, Bürgerhaus Bilk 16.05.2003
Live Review:
Fabulous Disaster: Köln, Sonic Ballroom 17.05.2005