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06./07.08.2004 Festival |
Hamburg, Beck's
Rockspektakel |
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mit: She Male Trouble,
Smoke Blow,
Rantanplan, Beatsteaks
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Die Beck’s Brauerei engagiert sich ganz gerne für Rockmusik,
insbesondere im Sommer, wenn Festival-Zeit ist. Na, da werden die Marketing-Millionen
endlich mal sinnvoll verpulvert. Beim Rockspektakel vor dem Hamburger Rathaus
wurden außerdem bevorzugt deutsche Rockacts auf die Bühne gebeten – ein
gutes Statement wie ich finde. Schließlich gibt es hierzulande genug
gute Combos, warum sollte man da teuer einfliegen lassen, was auch in der
Heimat wächst. 3 Tage RockNRoll – ich hab mir nur ein paar Bands
reingezogen.
Freitag ging es für mich los mit She Male Trouble. Die Berliner rockten
vor mäßig viel Publikum gut los. Mit weiblicher Frontfrau hat
man vor Gästen, die die eigene Musik noch nicht kennen einen kleinen
Bonus, wie ich finde. Die weiblichen Reize ließ die Dame dann auch
in Form von Popo-Wackeln und dezentes TShirt-hochziehen aufblitzen. Warum
nicht?! Musikalisch ging es frisch zu. Die Zuschauer, die sich aus Touristen,
Feierabendshoppern und Punks zusammensetzte, goutierten die Show gutmütig.
Ein paar Schwachköppe ließen dann noch eine Flasche Richtung
Sängerin segeln, was von ihr aber erstaunlich cool gehandled wurde.
Man wollte es sich wohl mit dem Publikum nicht versauen.
Das schafften dann, zumindest bei mir, die darauf folgenden
Smoke Blow. Erstmal ranzte der eine Sänger herum, das Mikrokabel sei
nicht lang genug, da müsste aber ein Neues her und zwar „Dalli
Dalli“ – She Male Trouble waren damit noch ganz gut ausgekommen.
Dann ging’s weiter mit der Sympathieoffensive, als nach ein paar Songs
das „gelangweilt guckende“ Publikum am besten „was aufs
Maul“ bekommen sollte. Jo, ich würde einfach mal bessere Musik
spielen, dann hättet ihr auch kein Problem mit gelangweilten Zuschauern.
Ist ja irgendwo auch kein Wunder: Man stellt mitten in Hamburg eine Bühne
auf, wo relativ harte Musik dargeboten wird. Dass da nicht nur Metalheads
und Iropunks rumstehen, müsste eigentlich jeder auftretenden Band klar
sein. Deswegen muss man nicht gleich Tanzmusik spielen, aber mit Pöbeln
gewinnt man auch keine neuen Fans. Das merkte die Band dann anscheinend
auch und versuchte das Geprolle mit „ist doch nur Spaß gewesen“ zu
relativieren. Yeah, alles klar. Mein Tipp: Weniger auf der Bühne rumrotzen
und bessere Mukke machen.
Als Hauptact waren anschließend Mother Tongue gebucht, die hab ich
mir aber gespart.
Samstag gings dann mit den letzten Liedern der Schröders weiter. Als
erstes konnte man sich aber über den jetzt gut gefüllten Rathausplatz
wundern. Im Gegensatz zu Freitag standen da gegen 19:30 schon
viel mehr Leute als am Vortag. Die Beatsteaks ziehen im Moment
wirklich wie Hölle.
Vorher traten aber Rantanplan auf und legten einen soliden
Gig hin. Vor wohl gesonnenem Publikum skate die Band 60 Minuten
durch ihr umfangreiches
Repertoire und hinterließ eine gute Stimmung bei den immer noch bunt
gemischten Anwesenden. Dann war Beatsteaks-Zeit und klar,
weswegen da so viele Menschen vor der Bühne standen. Frenetischer Jubel,
Geschiebe und Gedränge – mit zwei Worten: Super Stimmung! Obwohl
ich kein Fan der Band bin, war es doch sehr unterhaltsam.
Nach einer halben Stunde habe ich mich dann aber dem drohenden Verkehrschaos
entzogen und auf
den Heimweg gemacht. Fazit: Umsonst, super Wetter, Rockmusik – alles
cool. Darauf ein Beck’s!
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