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18.08.2005 Bad Religion |
Köln, Live
Music Hall |
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mit: ZSK |
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Wie
schon bei MXPX am Tag zuvor färbte der Weltkirchentag natürlich
auch auf die in Köln gastierenden
Punk-Dinos Bad Religion ab. Kein Wunder - bei dem Namen. Bereits
die Vorgruppe ZSK äußerte sich kritisch, wobei natürlich
auch Nazis und ähnliches
Kroppzeug ihr Fett abbekamen. Musik gemacht wurde auch, und was
ich in der kurzen Zeit gesehen habe, hatte auf jeden Fall viel
Kraft und Emotion. Mit "Riot
Radio" ging der Support-Act zuende und ZSK hatten sicherlich ein paar
Freunde zusätzlich gewonnen.
Spötter könnten sagen: Das spannendste an einem Bad Religion-Konzert
ist die Setlist. Schließlich liegen so viel Superhits auf Halde, dass
eine "gerechte" Live-Verwertung zu einem Drahtseilakt wird. Jeder
Fan, je nach Alter und Eintrittsdatum in die BR-Anhängerschaft, hat
schließlich seine Favoriten. Unterm Strich kommt also meistens eine
Best-Of-Platte zustande, die sowohl Frühphase ("Generator", "Suffer", "No
Control", usw.), mittlere Entwicklung ("Gray Race", "No
Substance", Process Of Believe") und das jeweils neueste Album
berücksichtigt. Von dem jetzt schon ein Jahr alten "The Empire
Strikes First" gabs u.a. den Opener "Sinister Rouge" und natürlich
das großartige "LA Is Burning" und "Let Them Eat War".
Ansonsten griffen die alten Regeln eines BR Konzerts: Wenn man
denkt, "wow, den Song kann man kaum toppen", dann erklingen auch
schon die ersten Takte vom nächsten Überkracher. Demzufolge war
die Stimmung allerortens bestens, in den hinteren Reihen wurden
abwechselnd Fäuste
gereckt, je nachdem wessen Lieblingssong gerade gespielt wurde.
Greg Graffin hatte die Szenerie wie immer voll im Griff, bestach
in den kurzen Anmoderationen
wie gewohnt staatsmännisch und hatte im Kirchentag natürlich den
besten Aufhänger für ätzende Kritik an der Intuition Kirche.
Besonders amüsant: Die ehrliche Abscheu gegen die schrecklichen modernen
Kirchenlieder. Orginalzitat: "Das ist die schrecklichste Musik, die
ich jemals gehört habe." Dabei hätte die katholische Kirche
doch echt wunderbare Choräle. So präsentiert man
unterhaltsame Kritik mit Hirn.
Musikalisch besser machten es Bad Religion auf jeden Fall. Routine
gepaart mit Spielfreude, die auch im x-ten jahr der Bandgeschichte nicht
aufzuhören scheint, ließen die Songs kraftvoll und punktgenau
im Publikum einschlagen. Eindrucksvoll! So überwog am Ende die Freude über
eine krachend gerockte, ausverkaufte Show die relative Enttäuschung über
ein überraschungsarmes Set. So sahen das die übrigen Anwesenden
defintiv auch.
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