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28.02.2004 Black Eyed Peas Köln, E-Werk
mit: Blumentopf
Live Bild Im November waren sie noch als Support von Justin Timberlake in Deutschen Großraumhallen zu sehen. Nach zwei Nummer 1-Hits (Where Is The Love?, Shut Up) folgte jetzt die Solo-Tour der Black Eyed Peas durch ausgewählte Clubs der Republik. Schon lange im voraus war das Kartenkontigent erschöpft und das E-Werk mit 3000 Menschen restlos ausverkauft. Erstaunlich, denn im Palladium, das direkt gegenüber vom E-Werk liegt, hatten sich die französischen Elektro-Tüftler von Air angesagt, aber auch hier war nur das Schild „Ausverkauft“ an der Abendkasse vorzufinden. Vollgestopfte Bahnen waren die Folge. Im E-Werk erwartete mich dasselbe Spiel. Blumentopf wurden schon 19:30 zum Warm Up auf die Bühne geschickt. Die hab ich leider verpasst. 20:25 ging es mit dem quirligen Hip Hop-Vierer weiter. Der zeitliche Rahmen war eng gesteckt, denn im Anschluss an das Konzert war noch Tanzcafe oder so ähnlich. Rein ins Konzert. Zum Auftakt gaben die Black Eyed Peas direkt die Parole für den Abend aus: „Hands Up“. Spaß war das entscheidende Element, das die Hip Hop-Formation vermitteln wollte. Zum Auftakt griffen sie dazu auf Stücke des aktuellen Albums „Elephunk“ zurück. Mit Parolen wie „Are you ready to party?“ oder „We came the long way to cologne to party with you“ gelang es den vier MC’s immer wieder den Laden in Schwung zu bringen und das war gut so- schließlich filmte der große Deutsche Musiksender Viva alles mit. Da wollten sich die Will.I.Am, Apl.De.Ap, Taboo und Fergie keine Blöße geben. Artig dankten sie dem Support Blumentopf. Musikalisch war die Darbietung Sahne, denn mit Gitarrist, Schlagzeuger, Organist, Bassist und Saxophonist im Gepäck kam der Sound wesentlich fetter rüber als vom Band. Die Black Eyed Peas rockten das Haus, keine Frage, aber ein richtig extatisches Level erreichten sie an diesem Abend nicht. „Labor Day“, „Weekends“ und „Let’s get retarded“ waren Höhepunkte eines durchschnittlichen Konzerts. Bei zu letztgenanntem Song wurde das Publikum mit in die Performance eingebaut. „When we get down, then you get down, when we jump, then you jump, when we bounce, the you bounce…“ und so weiter. Das Publikum zog mit und war begeistert. Zwischenzeitlich nahm Will.I.Am das Publikum noch in die Pflicht. Für das Ende des Jahres erscheinende nächste Album „Monkey Business“ brauchte er noch Geräusche und forderte das Publikum auf irgendetwas Unergründliches aber einem Wolfsjaulen ähnelndem Laut nachzugrölen. Das Echo war groß und das Ergebnis Ende des Jahres zu hören. Wem bis dahin nicht das Herz aufgegangen war, der wurde spätestens mit dem letzten Song “Where Is The Love?“ beglückt. Zum Schluß durfte das Publikum lauthals mitgrölen. Selbstredend, dass 99 Prozent den Text kannten. Dabei übersahen viele wie lustlos dieser Song dargeboten wurde. Gerade Taboo schien keine Lust mehr zu haben den ersten Nummer 1-Erfolg der Band in Deutschland zum Besten zu geben. Seine Raps waren besonders lieblos dahin genuschelt. Erschreckend war außerdem, dass die Band bereits nach 55 Minuten in die Garderobe zurückzog. Die Zugaben wurden mit einer 10minütigem Freejam-Session eingeleitet, die der eigentliche Höhepunkt des Abends war. Danach folgten „Crazy in Love“ von Beyonce als spezial Black Eyed Peas-Version, „Latin Girls“ und „Shut Up“. Nach 85 Minuten gingen schließlich die Lichter an. Der Großteil des Publikums war zufrieden. Kommentare wie „Coole Show“ oder „War super!“ überwogen. Beim nächsten Mal darf es aber bitte etwas länger sein!

tobi.hinkes@punch-fanzine.de
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Externe Links:
Black Eyed Peas Website:
www.blackeyedpeas.com
Blumentopf Online:
www.blumentopf.com