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Veagaz: "Gold" |
Label: bluNoise
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Waschzettel (Info-Beilage zur CD) sind immer was feines- für den Mülleimer.
Nach Betrachtung der üblichen Standart-Fakten, finden sie dort in aller
Regel ihre letzte Ruhe. Auch in diesem Fall ist das der Fall. Der Autor regt
sich schon im Vorfeld über die musikalische Schublade Nick Cave, Tindersticks
oder Gunclub auf. Sicherlich ist diese Kritik berechtigt, denn Journalisten
denken gerne in Kategorien und scheuen keinen noch so platten Vergleich.
Was ist aber schlimm in einem schwierigen Genre mit den Szenegrößen
verglichen zu werden. Zumal dies das Debüt der Band ist Einen hat er
aber vergessen, Vergleiche zu Leonard Cohen seien auch erlaubt (gerade beim
schwerfälligen „I Played The Suffering Ghost). Veagaz kommen sehr
düster daher. Tiefe Bässe, dunkle Gitarren und eine helle Stimme
erzeugen eine ganze Menge Pathos. Der Sound wirkt sehr getragen. Nur in wenigen
Fällen wie „Motor Trash“ werden Veagaz punkiger, ansonsten
scheint das Trio in ihrem Schwermut, den ihre Musik transportiert, zu versinken.
Der Waschzettel will verkaufen dies sei der Soundtrack für die Nacht.
Ich würde sagen, im günstigsten Fall für einen lauen Sommerabend
mit einem Glas Wein in der Hand, im schlimmsten Fall für einen Selbstmord.
Für eine fetzige Party taugt Gold nicht. Zu melancholisch und wehmütig
gestaltet sich der Silberling. Für labile Menschen gilt also: Konsultieren
sie ihren Psychiater oder den Plattendealer ihres Vertrauens vor dem Konsum
dieses Opus.
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