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U.S. Bombs: "Covert
Action" |
Label: Hellcat/Epitaph |  |
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Bei Bands wie den "U.S. Bombs" hab ich immer Angst, dass ich die
gar nicht hören darf. Denn was einem da so aus den Speakern entgegenkommt,
das erwartet eigentlich brennende Mülltonnen, literweise Bier und ne
Kneipenschlägerei zur atmosphärischen Untermalung. Mit Bier könnte
ich ja noch dienen, aber der Rest dürfte schwierig werden. Mit anderen
Worten: Die "U.S. Bombs" machen Streetpunk, aber so richtig schön
derbe. Und da erwartet man eigentlich immer, dass die Zuhörer genauso
schwer tätowiert sind wie die Bandmitglieder. Aber genug von Äußerlichkeiten, "Covert
Action" hat genug innere Werte, um auch für Sesshafte interessant
zu sein.
Kenner der Materie bekommen ein schnörkelloses Album geboten, das alle
Regeln der Punkmusik einhält: Songs selten länger als 2:30 Minuten,
ein schöner englischer Akzent ("UK Bombs" wäre passender),
gröhlender Hintergrundchor und dann immer auf die Augen. Pogotauglich
bis dorthinaus und immer ein Bier in der Hand. Die größte Ähnlichkeit
konnte ich bei den ungeschlagenen "The Business" finden, besonders
was den Gesang angeht. Die "U.S. Bombs" bieten also ein gekonntes
Album ab, das durch ein paar bedächtigere Songs auch rund wirkt. Doch
seit die Kollegen von "Bombshell Rocks" im letzten Jahr die Latte
für Streetpunk-Hymnen seeehr hoch gehängt haben, fehlt mir auch "Covert
Action" noch das letzte Quentchen Überraschung und Frische. Was
aber bleibt ist eine solide Platte von einer gradlinigen Band,
die man auch bedenkenlos abseits von Ghettos hören kann und sollte.
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