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The Lawrence Arms: "The
Greatest Story Ever Told" |
Label: Fat Wreck |  |
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Die Lawrence Arms konnten auf der diesjährigen Fat Package Tour durch
ein ziemlich punkiges Set überzeugen. Wie es sich für einen Festivalauftritt
gehörte, war die Show relativ kurz und setze sich natürlich aus
dem Material ihres ersten Albums "Apathy And Exhaustion" aus dem
Jahre 2002 zusammen. Umso gespannter konnte man auf die neuen Lieder sein.
Wenn man die Band nur von der Bühne her kennt, dann könnte man
einen echten Punkrotzer ins Gesicht erwarten. Aber hey, was die drei Jungs
sich ausgedacht haben, ist eher eine wohlüberlegte Rocker CD mit ganz
viel Emotion. Fast könnte man "The Greatest Story Ever Told" ein
Konzeptalbum nennen, denn thematisch ordnen Brendan, Neil und Chris die Songs
rund um Jahrmarkt, Zirkus und Freakshows ein, was sich sowohl im schicken
Artwork als auch in den nachdenklichen Texten niederschlägt. Aber zurück
zum herzerwärmenden Songstyling. Da erinnert man eher an das Alkaline
Trio als an die derbere Punkcombo auf der Bühne der Fat Tour. Und auch
die Vorgängersongs werden um Längen geschlagen, was das Songwriting,
Melodie und Lyrics angeht. Ganz klar eine klasse Entwicklung. Zusammengefasst:
Heraus gekommen sind also Rocksongs mit Emoeinschlag, wenn man das mal so
holzschnittartig darstellen darf. Mal melancholisch-nachdenklich, wo man
auf jeden Fall Punkte machen kann, mal eher auf die Augen wie bei "On
With The Show". Manchmal auch einfach in der goldenen Mitte wie bei "Drunk
Mouth. Kitchen Smile", einer echten Perle er Rockmusik. Bei "Alert
The Audience!" kann man ebenfalls sicher sein, dass der Song seine (Live)Fans
finden wird.
Einen Extrabonus hält das wirklich liebevoll gestaltete Booklet bereit.
Neben den kompletten Lyrics hat die Band per Fußnoten bestimmte Textaussagen
kommentiert. So steigt der Hörer nach dem ersten oberflächlichen
Hören noch einmal eine Stufe tiefer in die Lawrence Arms Gedankenwelt
ein. Ziemlich witzig und augenöffnend.
Jetzt kann man nur hoffen, dass die Band es über den großen Teich
schafft und sich den Respekt abholt für eine echt gute Platte, die auch
das Portfolio von Fat Wreck angenehm bereichert.
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