Punch Fanzine Werbung
NewsTourtermineImpressum
CD Rewiews
Interviews
Stories
Live Reviews
Strung Out: "Exile In Oblivion"

Label: Fat Wreck

CD Cover Das Ende des Jahres bescherte uns noch eine kleine Fat Wreck Perle: Strung Out's "Exile In Oblivion". Das Überalbum "Teenage Suburban Wasteland Blues" müsste jedem New School PunkRock-Lover bekannt sein, schließlich sorgte es seinerzeit für entsprechenden Wirbel und frischen Wind im Genre. Wie siehts ein paar Jahre und Alben später aus? Das das Gefüge innerhalb der Familie intakt ist, bewies die spätsommerliche Tour durch Europa. Ein ebensolchen Eindruck vermittelt auch das neue Album.
Technisch auf dem höchsten Stand, wird hier kein plumper Punkrock präsentiert, sondern ganz präzises Kunstwerk im Speedakkord. Haudrauf mit ganz viel musikalischem Anspruch! 12 Jahre Bandgeschichte hinterlassen hinterlassen im besten Fall nicht nur Spuren auf der Leber, sondern mit ein bisschen Glück auch spielerische Fähigkeiten der Extraklasse. Stylistisch wurde der Metalanteil zurückgedreht. Es regiert wieder mehr Melodie, aber auf anspruchsvolle, fast schon komplizierteste Art und Weise.
Nachdenklicher, weniger wutsprühend kommen Strung Out rüber, sehr ausbalanciert. Nachteil: Die Vertracktheit der songs wurde zuungunsten der zugänglichkeit gesteigert. Dadurch bleiben die Lieder natürlich vielschichtig und es gibt auch beim zigten Durchlauf dauernd etwas Neues zu entdecken.
Die Fundamente aus der "Teenage Suburban Wasteland Blues" Ära bleiben klar erkennbar, aber der große Schritt Entwicklung dazwischen ist klar erkennbar. Zeitweise wird das Gaspedal voll durchgetreten und so berühren am ehesten "No Voice Of Mine" und "Swandive" das Klassikermaterial.
Inhaltlich gibt folgendes Zitat aus "Lucifermotorcade" sicherlich die grobe Linie vor: "How did we (die USA) get so hated?" Der gegenwärtige Zustand der USA ist in mehr als einem Song das Thema. Von daher nix neues, Strung out haben ja schon immer die Zeitläufte kritisch begleitet. Vielleicht sind die Texte von Jason Cruz noch ein bisschen verklausulierter und abstrakter geraten. Das passt wiederum zu der zunehmenden Komplexität der Songstrukturen. Da schließt sich der Kreis. "Exile In Oblivion" erschließt sich nicht beim ersten Hören. Da muss man was investieren. Daf ür ist die Rendite entsprechend langanhaltend.
meyer@punch-fanzine.de
zurück zur CD Review Übersichtsseite
Externe Links:

Strung Out Online:
www.strung-out.com

Interne Links:
CD Review:
Strung Out: "Live In A Dive"
Live Review:
Strung Out: Köln, Live Music Hall 27.05.2003
Live Review:
Strung Out: Hamburg, Logo 08.09.2004