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Pulley: "Matters" |
Label: Epitaph |  |
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Pulley zünden mir jedes Mal wieder das Gesicht an. Schnell schnell schnell
gehts los, der Gesang setzt ein, rauh und seeehr cool. Ich bin
noch nie von einem Opener einer Pulley CD enttäuscht worden. Eigentlich
haben mich Pulley noch nie enttäuscht. Alles ist wie immer, nur noch
genau so gut wie sonst auch. Das Songwriting macht 90% der verfluchten EMO-
und Punkrock
Masse neidisch, der Beat und die Gitarre lässt Tote mit den Zehen wackeln.
Und dann diese geilen Melodien, cool, aber nicht unberührt vorgetragen
von Sänger Scott. Schön mehrstimmig gesungen, melancholisch-hocherfreut,
das zuckert die Boxen. Und dann so ein Kracher wie "Huber Breeze" als
dritten Song, wenn eh schon alles mitmosht. "Together For The First
Times" von 2001 war schon ein schweinegutes Album, so wie der Kram vorher
auch. Fast nur hochenergie Songs, ab und an mal was etwas Belangloseres.
Und mit "Matters" gehts genauso weiter. Ob Ryan Greene jetzt nicht
mehr produziert oder doch ist eigentlich vollkommen Wurst. Da
strömt
immer noch die pure Power aus den knackigen, handlichen Lieder,
die teilweise vielleicht einen Touch in Richtung Bad Religion bekommen haben.
Das aber
erst im hinteren Bereich des Tonträgers. Ansonsten zeigen sich Pulley
völlig unberührt von Trends, die sonst so durch die Szene geistern.
Spätestens mit diesem 5. Album haben sie ihren eigenen Sound etabliert
und spielen in ihrer eigenen Liga.
Okay, das ist alles recht subjektiv bis hierhin. Aber ich kann
mir echt niemanden vorstellen, der sich diesem Material verschließen
kann. Das geht geradeaus und zwar direkt in den Kopf und in die
Eier. Gibt es einen besseren Soundtrack für den Frühling? Watch
out for the Deconstruction Tour. Da werden Pulley bestimmt schlimm
zum Tanz bitten. Bitte
mehr davon. Echter PunkRock.
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