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Pearl
Jam: "Riot Act" |
Label:
Epic/Sony |  |
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Pearl Jam bewegen sich
munter weiter auf ihrem musikalischen Evolutionsweg, ohne dabei ihre
Wurzeln zu verleugnen. So gibt es auch auf “Riot Act“
eine gute Handvoll Gitarrenbretter, die kaum die drei Minuten-Grenze
sprengen. Hervorstechend ist dabei vor allem Vedders Stimme, die auf
“Riot Act“ ihren qualitativen Höhepunkt erreicht
und besonders bei den ruhigeren Stücke, dem herbstlichen “Thumbing
My Way“ oder dem genialen Konventionen-Brecher “You are“
zur Geltung kommt. Hinzu kommen erstmals elektronische Klänge
von Keyboarder Gaspar. Nur gut, dass Vedder bei aller musikalischer
Frischluft das kritische Texten nicht verlernt hat. Das bewegende
“Love Boat Captain“ beispielsweise schrieb Vedder für
die Opfer von Roskilde und das offensichtliche “Bushleaguer“
bildet das längst überfällige Statement zur amerikanischen
Witzfigur. “Riot Act“gewinnt seine Stärke vor allem
aus dem abwechslungsreichen Songwriting, an dem fast alle mit zwei
oder mehr Songs beteiligt waren. Alles in allem ist “Riot Act“
ein schamanisches Bündel positver Energie, das mit jeder Umdrehung
heller zu strahlen vermag.
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