One Fine Day stecken in einer Schublade, die ihrerseits eigentlich keine
Grenzen kennt. Ziehst du sie auf, springen dich Punkrock,
Popmusik und alles andere, was irgendwie stromverstärkte
Gitarren beinhaltet, an. Je nach persönlichem Ohreindruck begegnet
man BoysSetFire, Millencolin, Sum41 oder irgend jemand anderem
aus der englischsprachigen
Rockszene. One Fine Day nennen ihre Musik EmoRock, und das
passt von mir aus auch. Leider hilft das nicht, aus der
Schublade, die
so unglaublich groß ist, herauszuschlüpfen. Will man ja vielleicht
auch nicht.
Sehr gut gefallen z.B. "Sticks&Stone" und "Snip And Sneak", da
rockt es sehr schön und spritzig. Die pathetischeren Nummern a
la "Stronghold" gefallen mir nicht so, das können andere einfach
besser. Das ist
nunmal das Problem, in der EmoRock-Abteilung ist harte Konkurrenz
zu finden. Also lieber Donots-mäßig Gas geben wie bei "Never Lose
You Twice". Dann fällt man auf dem Rock-Grabbeltisch auch besser
auf.
Schließlich gibts in Deutschland nicht so viel gute, englischsprachige
RockBands, die den ganzen Zirkus mit Anspruch absolvieren. Das
muss man One Fine Day auf jeden Fall bestätigen - produziert wurde
recht dick, knapp 50 Minuten Spielzeit und der Gesamt-Auftritt
ist wirklich international konkurrenzfähig.
Um mal endlich zum Fazit zu kommen: Mir fehlt ein bisschen die
Eigenständigkeit, aber 3-4 echt gute Tracks zum "Immer Wiederhören"
sind dabei. Würde ich gerne mal live sehen - da geht bestimmt was.
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