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Only Crime: "To The Nines" Label: Fat Wreck
CD Cover Only Crime ist sowas wie eine Großfusion in der Wirtschaft: Bekannte und kraftvolle Musiker wie z.B. Bill Stevenson (Descendents/All) und Russ Rankin (Good Riddance) schließen sich zusammen, um ihre Talente möglichst gewinnbringnd (für die Fans) einzusetzen. Zwischen Unternehmen führt das oft zu Problemen und heftigen Kursverlusten. Bei Only Crime muss man sich da keine Sorge machen. "To The Nines" ist eine gut funktionierende Synergie zwischen den Eigenheiten der Bandmitglieder von u.a. Good Riddance, Descendents, Hagfish, Gwar und Bane. Harter, in Richtung Hardcore gehender Punkrock. Dazu ein Schuss Melodie, aber nie zuviel. Der Gesang erinnert stark an Good Riddance, wie könnte es auch anders sein. Das Gitarrengerüst macht allerdings ein anderes Fass auf. Mehr hart, weniger melodic. Das gefällt mir normalerweise nicht so gut, aber die Abstimmung machts. "Sedated", der zweite Track des Albums funktioniert z.B. prächtig. Aber Obacht: Die Songs sind nicht ganz einfach zu konsumieren. Only Crime spielt liebend gerne mit eher sperrigen Akkorden mitten im schönsten Fluss. Glatt kann man das auf jeden Fall nicht nennen. Der Titeltrack erlaubt sich zum Ende hin auch mal ein ausuferndes Finale, das so gar nicht in die üblichen 3 Minuten-Korsetts passt.
Unterm Strich kann man Only Crime nur gratulieren - die Fusion scheint gelungen. Die Eigenheiten jedes Einzelnen wurden genommen und zu einem Ganzen verschmolzen. Da jeder seine eigene Hauptband hat, konnte ohne Druck herumgespielt und feinjustiert werden, bis etwas einigermaßen Neues im Punkrock-Bereich entstanden ist. Only Crime demonstrieren reine, wütende Spielfreude - und funktionieren deshalb besser als jeder Firmenzusammenschluss jemals klappen könnte.
meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:

Only Crime Online:
www.onlycrime.com