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O9: "Church Of
The Ghetto P.C." |
Label: Asphodel/Schematic |
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Auch wenn der wortverspielte Künstlername auch hervorragend zu einer
deutschen Band passen würde: hinter O9 steckt ein Amerikaner unbekannter
Herkunft und sein Ghetto-PC. Der spielt eine enorme Rolle bei vorliegendem
Tonträger. Ähnlich, wie Richard D. James aka Aphex Twin hat es
auch sein vermutlich lang verschollener Schwippschwager gerne, wenn’s
Knarzt und Blubbert. Nachdem sie gemeinsam auf der Warp-Bühne standen,
haben sich die beiden wohl aus den Ohren verloren, als Aphex noch tief in
seiner Ambient-Phase steckte, denn daran orientiert sich der Sound von „Church
of the Ghetto P.C.“. Eigenwilligerweise in farblich sortierte Terminals
aufgeteilt kracht die Platte nach dem furiosen hektisch-dubbigen Opener „Terminal
Red“ erstmal ziemlich los. Im Farbverlauf von Orange bis Silber wird’s
dann aber deutlich entspannter und flächiger. Der elf Minuten breite „Terminal
Braun“ am Ende der Abflughalle sorgt dann noch mal für Störgeräusche,
die man beim Landen eigentlich nicht hören will. Trotzdem ist „Church
of the Ghetto P.C.“ aber ein lohnenswerter Trip durch die Schaltkreise.
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