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MXPX: "Panic" Label: Side One Dummy
CD Cover Das Ziel jeder Band - egal ob Techno, Volksmusik oder StreetPunk - ist angeblich erwachsen zu werden. Kluge Musikjournalisten sprechen meistens vom dritten Album, mit dem die ehemaligen Newcomer "ihren Sound gefunden" oder die "so und so"-Phase hinter sich gelassen haben. Es gibt allerdings Bands, die sollten alles, nur nicht ihre Jugend verlieren. Dazu gehören auf jeden Fall MXPX. Die hatten schon zu Beginn ihrer Karriere den perfekten Soundtrack für den ewigen Punkrock-Sommer der Teenagerliebe. Spätestens mit dem Album "Life In General" und Songs wie "Doing Time" war der Anspruch zementiert, DAS Sprachrohr für melancholisierte Jungpunker zu sein. Stilmäßig gab es Veränderungen nur im Nanometer-Bereich, Ausreisser wie die "Renaissance EP", auf der eher in Holzhacker-Manier zu Werke gegangen wurde, mal nicht mitgezählt. Diese ewige Adoleszenz führte schließlich zur Stagnation, die sich in Loslösung vom damaligen Label und einer ziemlich untergegangenen letzten FullLength äußerte.
Für "Panic" haben MXPX bei Side One Dummy angeheuert und zum Glück nicht den Fehler gemacht, auf die alten Tage Reife zu entwickeln. "The Darkest Places", "Young And Depressed" und "Heard That Sound", die ersten Tracks des Albums, sind absolut MXPX und passen ohne Umschweife und wie gewohnt auf einen "American Pie"-Sampler. Zugegeben, danach wirds anders: "Cold Streets" und vor allem "The Story" gehen straighter und nicht so melodisch-verspielt an die Sache heran. Das folgende "Wrecking Hotel Rooms", zusammen mit Mark Hoppus von Blink182, ist aber direkt wieder im Poppunk-Sommercamp angesiedelt. Insgesamt gesehen ist der Neustart gut gelungen, gerade weil sich die Band auf ihre Kernwerte besinnt. Welcome back und ich hoffe MXPX halten es mit den Ramones und sagen sich: I Don't Wanna Grow Up!
meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:

MXPX Online:
www.mxpx.com

Interne Links:
Live Review:
MXPX: Köln, Underground 17.08.2005