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Fabulous
Disaster : "Panty Raid" |
Label:
Pink&Black/FatWreck |  |
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Es gibt nur wenige Männer
im Musikbusiness, denen ich aufgrund ihrer Erscheinung lieber nicht
in einer dunklen Gasse begegnen würde. Dazu gehören z.B.
Henry Rollins, Lars Fredriksen oder Ice T. Seitdem ich den vier Mädels
von Fabulous Disaster verfallen bin, zähle ich auch sie zu dieser
Gruppe. Das liegt nicht nur am, im besten Sinne, aggressiven Auftreten
las Band als auch an der kompromißlosen Musik, die einem ordentlich
um die Ohren fegt. Bereits der Vorgänger "Put Out Or Get
Out" bot Vollgaspunk a la Ramones und "Hey Ho"-Geschrei
mitten ins Gesicht und "Panty Raid" bleibt diesem einfachen
aber wirkungsvollen Konzept treu. Soweit so gewöhnlich. Was FabDi
die gewisse Note verleiht, ist der mehrstimmige Gesang von Laura Litter
und Lynda Mandolyn. Einerseits völlig klar und direkt aus dem
Kirchenchor, andererseits so richtig schön dreckig und klischeepunkig
(bestes Beispiel: "Short Fuse"). Gerade dadurch hebt man
sich von der breiten Masse an sonnig gestimmten Punkbands ab. Sonst
hätte sich wohl auch kaum Fat Mike von NOFX höchstpersönlich
zum Produzieren eingefunden und einen hörbar guten Job hingelegt.
Textlich liegt die CD wie der Vorgänger eher im Bereich "Beziehung/Stress",
was dem Kritiker vielleicht etwas eintönig aufstossen könnte.
Allerdings bringen die FabDi als Gesamtkunstwerk schon über die
Musik genug Personality rüber, so dass man trotzdem jederzeit
gerne in die textsimplen Refrains mit einstimmt.
Insgesamt also wieder ein handwerklich sauberes und mit catchy Melodien
ausgestattetes Album, das aber erst durch den weiblichen Gesang die
richtige Farbe bekommt. Und nach dem dritten Durchhören würd
ich mich dann doch in eine dunkle Gasse mit den Mädels wagen.
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