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Fabulous Disaster: "I'm A Mess" EP Label: Rodent Popsicle Records
CD Cover Meine persönliche Band des Jahres 2003 waren Fabulous Disaster, das Frauen-PowerPunk-Quadrat aus San Francisco. Das letzte Album "Panty Raid" war süss-sauer produziert und spielte die Qualitäten der Damen perfekt aus: rauh-romantischer Gesang von Laura Litter, dazu zuckersüsse Backing Vocals von Lynda und treibendes Ramonesgerummel aus der Rhythmusfraktion.
Welch ein Schock, als sich die Band nach recht erfolgreicher Deutschlandtour massiv umgruppierte. Sängerin weg, neue Sängerin rein. Dann Mr. Nancy am Bass raus und Cinder Block am Gesang nach kurzer Zeit auch wieder raus. Also Bäumchen-wechsel dich: Jetzt singt Lynda und Squeaky steht an der Gitarre - am Bass hilft April Fresh aus. Puh, nochmal alles gut gegangen, die Band existiert weiter. Als Lebenszeichen liegt jetzt "I'm A Mess" vor, eine EP, die nicht auf dem Stammlabel Pink&Black von Fat Wreck veröffentlicht wird, sondern auf dem Winzlabel Rodent. Was zur Folge hat, dass die Europäer in die Röhre gucken, die Scheibe muss man sich importieren oder - noch besser - auf der Tour kaufen.
Also, die Latte hängt hoch, die Band muss sich an den beiden ersten Platten 'mess'en lassen. Sechs Tracks sind angetreten, um Auskkunft zu geben über die momentane Verfassung von FabDi. Der Opener "Suck It Up" schlägt schonmal Pflöcke ein. Sehr rauh, sehr direkt, sehr knüppelig. Nicht uncharmant, aber kein Ohrwurm wie z.B. "Short Fuse" oder "GIA". "Viva La Prozac!" ist eher schwach, da wackelt auch der Gesang. Ganz anders der Titeltrack: "I'm A Mess" rollt behäbig los, kommt dann aber umso kräftiger. Schön prollig gesungen, da hat jemand Spaß am Mikrofon. Überhaupt ist Lynda als Sängerin sehr gut besetzt, Laura und sie hatten sowieso immer sehr viel Ähnlichkeit. "Black Eye" steigert dann das Tempo, und langsam aber sicher kratzen wir auch schon an altem Niveau. Schönere Melodien, nicht nur Wutgeschrei. Da hat wohl jemand Zucker in den Whiskey gerührt. "Dead End" ist eine glasklare Pogonummer, deren Melodypart aber nicht so richtig hängen bleibt. Macht nix, die Damen sind auf jeden Fall auf Betriebstemperatur. Denn dann folgt mit "Got The Time" der letzte und beste Song der EP. Squeaky schreit immer mal dazwischen, Lynda singt cool und lässig, sehr elegant. Sally hat an den Drums eh alles im Griff. Einziger Nachtteil: Der Track ist ein Cover von Joe Jackson. Nunja, dementsprechend fällt das Urteil über "I'm A Mess" auch nicht so euphorisch aus, wie das bei einer Veröffentlichung von FabDi sonst der Fall wäre. Schön, dass sie wieder da sind - aber für das kommende reguläre Album wünsche ich mir wieder ein bisschen mehr Melodie und Charme. Vielleicht hat dann Fat Mike als Produzent seine Finger wieder im Spiel. Das könnte den Songs ein bisschen die Kanten nehmen.
meyer@punch-fanzine.de
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Externe Links:
FabDi Online:
www.fabulous-disaster.com
Pink&Black Website:
www.fatwreck.com/pnb
Fat Wreck Europe:
www.fatwreck.de
Interne Links:
Interview:
Fabulous Disaster: 13.05.2003
Interview:
Fabulous Disaster: 19.08.2003
CD Review:
Fabulous Disaster: "Panty Raid"
Live Review:
Fabulous Disaster: Köln, Underground 13.05.2003
Live Review:
Fabulous Disaster: Düsseldorf, Bürgerhaus Bilk 16.05.2003
Live Review:
Fabulous Disaster: Hamburg, Hafenklang 25.08.2004
Live Review:
Fabulous Disaster: Köln, Sonic Ballroom 17.05.2005