 |
|
|
 | |
 |  | |  | |
|
|
Descendents: "Cool
To Be You" |
Label: Fat Wreck |  |
|
|
|
|
| |
|
Die Descendents werden von so vielen jüngeren Bands als wichtiger Einfluss
genannt, dass ja tatsächlich was an ihnen dran sein muss. Dachte ich
mir vor sieben oder acht Jahren und hab mal in die "Everything Sucks" reingehört.
Das Ergebnis fand ich so ansprechend, dass ich ein Interview
mit Milo für
ein längst nicht mehr existentes Fanzine geschrieben habe. Das war dann
ein echter Griff ins Klo, weil ich mal überhaupt nichts über die
Band wusste und ihren wahren Wert nicht schätzen konnte. Milo war nachsichtig,
aber aufgrund dieses Erlebnisses hab ich erst ein oder zwei Jahre
später
die inneren Werte der CD erkannt. Und dann kam erstmal kein Nachschub
mehr. Tragisch. Lange Vorrede, kurzer Sinn, das neue Werk "Cool To Be
You" geht
in eine ähnliche Richtung wie die Veröffentlichung vor geraumer
Zeit. Es ist nämlich genauso gut. Die ersten vier Tracks laufen in einem
Guß ins Ohr und lassen die Sonne aufgehen. Hallo, es ist Sommer! Autoradio
an und Descendents: Let's go! Auch die restlichen zehn Songs
gehen ans und ins Herz, sei es textlich-rau-romantisch-nachdenklich
("Maddie" oder
das phantastische "One More Day"), sei es durch die fröhlich-melancholischen
Melodien. Und ab und an schön
albern-lustig, wie bei "Mass Nerder".
Trotzdem würde ich hier nie den Begriff "Funpunk" verwenden,
irgendwie geziemt sich das nicht bei lebenden Legenden. Das Schöne daran:
Die Descendents treten musikalisch so auch nicht auf. Kein erhobener Zeigefinger,
kein "Wir waren schon immer da und haben deswegen recht", aber
auch kein Versuch, seine Wurzeln zu verstecken, weil die Jüngeren nachdrängen. "Cool
To Be You" hört sich an wie ein guter Konzertbeginn: Gitarre um,
Kabel in Verstärker und los geht. Als wäre man nur mal kurz aus
der Tür gewesen, um Kippen zu holen. Beachtlich.
| |
|
| zurück zur CD Review Übersichtsseite | |
|  | |
|
|